OKAPI Verlag

Wir verlegen kluge Texte – ein intellektuelles Vergnügen für besondere Leser. Gehen Sie mit uns auf literarische Entdeckungsreise in Vergangenheit und Gegenwart!

Ursprünglich begannen wir unter der Marke „leetspeak“ als digitaler Pionier. Wir haben unter anderem unter dem Label B3rlin leet eine Handy-Novela verlegt, in der für Leser und Hörer via Smartphone oder Android-Gerät regelmäßig Folgen einer modernen Großstadtgeschichte geliefert wurden, unter deren unterhaltsamer Oberfläche sich immer wieder kritische Reflexionen aktueller Politskandale fanden oder widerborstige Bezüge auf Missstände, über die man sonst gerne hinweggeht. Außerdem wurde mit Snippy eine frühe App betrieben, die literarische Kurztexte unterschiedlichster Art für die digitale Nutzung unterwegs und zwischendurch nach Gattungen und nach Lese-/Hördauer aufbereitet anbot.

Wir wollen weiterhin die digitale Welt mit guten Texten versorgen, werden zunehmend aber auch das klassische gedruckte Buch ins Programm nehmen: Beide Formen bestehen nebeneinander, beide sind nötig und werden die Zukunft des Lesens bestimmen.

Inhaltlich wird sich der Okapi Verlag in unterschiedlichen Reihen der Literatur widmen, aber auch der Literaturwissenschaft, wo sie lesenswert und buchfähig ist. Wir verstehen uns als Entdecker, Bewahrer und Verbreiter von Inhalten, die es wert sind, (wieder) entdeckt, veröffentlicht und im Programm gehalten zu werden. Dazu spüren wir verschollene Texte und Rechte auf, bieten gerne Autoren ein Forum, die nicht nur den kommerziellen Mainstream bedienen, und schauen uns auch in den Regionen um. Nicht alles müssen wir selbst veröffentlichen, manches lizenzieren wir auch an geeignete Verbreiter: Hauptsache, die Texte erreichen die Leser, für die sie bestimmt sind.

René Strien

von Haus aus Germanist und Romanist sowie Übersetzer vor allem aus dem Spanischen und dem Englischen, war gut zwanzig Jahre als Programmleiter, Geschäftsführer und schließlich Verleger für den Aufbau Verlag verantwortlich. Seit einiger Zeit bringt er in einem eigenen kleinen Verlag Bücher heraus, von deren Notwendigkeit er überzeugt ist: OKAPI will nicht Massenware liefern, sondern in den Bereichen Literatur, Sachbuch und Wissenschaft Entdeckungen machen und Besonderes vorlegen.

Das kann Grundsätzliches zur Rolle des Schriftstellers und seiner Haltung in widrigen Zeitläuften umfassen, so wie in dem sorgfältig edierten Briefwechsel von Brigitte Reimann und Wolfgang Schreyer („Ich möchte so gern ein Held sein“, Hg. von Carsten Gansel und Kristina Stella), es kann eine erfrischend eigene Anthologie aktueller kubanischer Erzählungen sein (in Vorbereitung) oder eine große, konfliktreiche Künstlerbiographie. Auch in aktuelle Debatten will sich OKAPI mit gesunder Skepsis, kritischem Verstand und großer Unabhängigkeit zu Worte melden.

Im Wissenschaftsbereich soll in enger Partnerschaft besonders mit Literatur- und Sozialwissenschaftlern sowie Historikern die Aufmerksamkeit auch auf Bereiche gelenkt werden, die bislang noch nicht im Zentrum des allgemeinen Interesses stehen. Hier erscheint etwa ein umfänglicher Band zu Geschichte und Literatur der Russlanddeutschen neben einem Themenband zu Realistischem Erzählen. Der thematische Bogen soll auch zukünftig weit gespannt bleiben, doch eines sollen alle wissenschaftlichen Titel miteinander gemein haben: Einen neuen Blick kluger Autoren auf Themen, die sich spätestens bei genauerem Hinschauen als relevant erweisen.